Susan Chapeau
Die surrealen Wessen und ihre Persönlichkeit
Jean-Pierre Schnabelschlund
Wohnort:
Während die anderen Naturwesen tiefe Wälder oder raue Klippen bevorzugen, hat es Jean-Pierre in die glamouröseste Metropole der Welt verschlagen: Paris. Er lebt im versteckten, verwunschenen Teil des Jardin des Plantes, schleicht aber nachts am liebsten auf seinen hohen Giraffenbeinen durch die engen Gassen von Montmartre. Auf seinen Hufen stolziert er so elegant über das Pariser Kopfsteinpflaster, dass die Menschen im Vorbeigehen glauben, es sei das rhythmische Klacken von teuren Designerschuhen.
Charakter & Marotten:
Jean-Pierre ist ein absoluter Exzentriker und der unangefochtene Mode- und Food-Papst unter den Naturwesen. Er besitzt ein flammendes pinkes Prachtgefieder, auf das er unnormal stolz ist, und seine wilde "Frisur" auf dem Kopf pflegt er täglich mit feinstem Morgentau. Sein auffälligstes Merkmal ist jedoch sein gigantischer Schnabelschlund. Jean-Pierre redet nicht einfach - er doziert über Essen. Er besitzt ein hochedles, französisches Temperament: Wenn ihm ein Kaffee nicht stark genug ist oder das Croissant nicht die perfekte Blääterteig-Struktur aufweist, reißt er seinen Schnabel weit auf und schimpft lautstark im Zwiegespräch mit den Pariser Tauben.
Sein großes Geheimnis: Obwohl er sich nach außen hin extrem aristokratisch und wählerisch gibt, schlummert in ihm ein nimmersattes, gieriges Naturwesen. Sobald niemand hinsieht, vergisst er alle Manieren: Dann sperrt er seinen riesigen Schlund sperrangelweit auf und verschlingt meterlange Baguettes quer, inhaliert ganze Türme von bunten Macrons auf einmal im sekundentakt.eine Giraffenbeine helfen ihm dabei, blitzschnell über die Mauern der besten Bäckerein der Stadt zu linsen, um die neusten Leckereien auszuspähen.
Gwendolin Platthuf
Sie ist dir offizielle Nachtwächterin des Schattendschungels. Ihr Job ist recht entspannt, gäbe es da nicht ein kleines, anatomische Problem: Ihr Stirnauge ist in Wahrheit ein schlafwandlerischer Hering namens Horst.
Immer wenn Gwendolin nachts ihre gewaltigen Fledermausflügelausbreitet, um majestätisch über die Wipfel zu gleiten, pennt Horst ein. Das führt dazu, dass Gwendolin im Flug die Orientierung verliert, weil Horst im Traum nach links schwimmt. Nach mehreren unsanften Landungen im dichten Gebüsch hat Gwendolin das Fliegen komplett aufgegeben. Sie geht jetzt nur noch zu Fuß.
Das bringt uns zu ihren Hufen. Da Gwendolin ein recht stattliches Gewicht auf die Waage bringt und jede Nacht kilometerweit durch das Unterholz marschiert, haben sich ihre Hufe im Laufe der Jahrhunderte plattgelatscht wie zwei alte Pfannkuchen. Wenn sie durch den Wald streift, schleicht sie nicht – es klingt eher wie ein rhythmisches, lautes „Flapp – Flapp-Flapp“.
Eberhard Kurzarm
Leidet unter einer mittelschweren Identitätskrise. Wenn er morgens aufwacht, weiß er nie genau, ob er majestätisch krähen, panisch vor einem Fuchs weglaufen oder einfach ein paar Meteoriten jagen soll.
Seine Hobbys sind Nüsse sammeln, die er dank seiner Klauen immer wieder zerquetscht und das Revier verteidigen. Er sucht ein neues Zuhause mit viel Humor, einer stabilen Wand und Besitzern, die ihn so akzeptieren, wie er ist: Ein flauschiger Tyrann mit Federn.